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Conduct>It

Je größer die Anzahl und Komplexität der IT-Anwendungen in einem Unternehmen, desto wichtiger wird das Betriebsmanagement. Gleichzeitig wird erwartet, dass Ergebnisse immer schneller und zuverlässiger verfügbar sind. Aber jeder Betriebsmanager weiß, dass schnelle und zuverlässige Ergebnisse nicht ohne Weiteres zu erzielen sind, wenn man es mit Abertausenden von beweglichen Teilen zu tun hat, die über zahlreiche voneinander abhängige Anwendungen verteilt sind, die sich wiederum über mehrere Server und Standorte erstrecken können.

Um erfolgreich zu sein, muss das Betriebsteam folgende Aufgaben bewältigen:

  • Verstehen, Ausdrücken und Sicherstellen aller wichtigen Abhängigkeiten innerhalb einer Anwendung und zwischen Anwendungen. Beispielsweise muss das Team ausdrücken können, dass B nur ausgeführt werden kann, wenn A abgeschlossen wurde, und dass C ausgeführt werden soll, wenn A fehlschlägt.
  • Verwalten aller Aktionen, die einen Teil des Prozesses auslösen können. Beispiele für Auslöser sind: eine bestimmte Uhrzeit an einem bestimmten Tag; der Empfang einer oder mehrerer Dateien; die Verfügbarkeit einer oder mehrerer Ressourcen; oder vielleicht auch eine Kombination all dieser Ereignisse.
  • Proaktives Überwachen aller Abhängigkeiten, sodass Warnmeldungen automatisch ausgelöst und an die zuständigen Personen gesendet werden können. Warnmeldungen sollten ausgelöst werden, wenn eine Abhängigkeit oder ein Ereignis nicht innerhalb der vereinbarten Zeit erfüllt bzw. abgeschlossen wurde. So kann die Einhaltung von geschäftlichen SLAs (Service Level Agreements) verfolgt und in Berichten festgehalten werden.
  • Überwachen der detaillierten Verarbeitungsmerkmale wichtiger Teile einer Anwendung, wie beispielsweise der Anzahl abgewiesener Datensätze, der Latenzzeit verarbeiteter Messages und der von der Verarbeitungslogik genutzten CPU-Zeit. Auch hier gilt, dass bei Überschreitung bestimmter Schwellenwerte Warnmeldungen ausgelöst werden sollten.
  • Entwickeln und Testen des gesamten Betriebsprozesses. Diese Aufgaben werden in einer speziellen Testumgebung durchgeführt, bevor der Prozess formal für die Produktionsumgebung freigegeben wird.
  • Erfassen und Analysieren detaillierter Betriebsstatistiken, beispielsweise zu den Start- und Endzeiten jedes Anwendungsteils im Lauf der Zeit, sodass Verarbeitungstrends identifiziert werden können, um Kapazitätsplanungsaktivitäten zu unterstützen.

Conduct>It von Ab Initio bietet all diese Funktionen und vieles mehr.

Conduct>It ist ein Software-Paket zur Prozessautomatisierung, das als Überwachungs- und Ausführungsumgebung für das Deployment komplexer Anwendungen in komplexen Umgebungen eingesetzt wird. Es erleichtert das Definieren beliebiger hierarchischer Jobschritte für große, mehrstufige Anwendungen sowie der Abhängigkeiten, der Sequenzierung und der Planung dieser Jobschritte. Diese Anwendungen können aus Graphen und Jobdefinitionen von Ab Initio bestehen sowie aus benutzerdefinierten ausführbaren Dateien und Produkten von Drittanbietern, die allesamt von Conduct>It verwaltet werden.

Conduct>It hat zwei Hauptelemente. Das erste Element ist ein Prozessautomatisierungsserver, die sogenannte Operational Console. Sie wird zur Überwachung und Jobsteuerung in komplexen Verarbeitungsumgebungen eingesetzt. Mit dem zweiten Element bietet Conduct>It eine grafische Umgebung zur Entwicklung und Ausführung komplexer Steuerungsflusslogik in Situationen, wo anspruchsvolle Prozessverwaltungslogik benötigt wird.

Schauen wir uns zunächst die Operational Console an.

Operational Console

Die Operational Console bietet eine Vielzahl von Funktionen, die für den täglichen Betrieb unerlässlich sind. Hierzu zählen Jobplanung, -überwachung und -warnmeldungen sowie Starten, Anhalten und erneutes Ausführen von Jobs. Die Operational Console sammelt, integriert und verwaltet in allen Anwendungen die zugehörigen Betriebsmetadaten und unterstützt so das Betriebsteam und die Geschäftsanalysten bei der Planung und Verwaltung eines effizienten Betriebs.

Ausgangspunkt ist die unten dargestellte Startseite der browserbasierten Benutzeroberfläche der Operational Console. Auf der Startseite wird eine Übersicht über alle Jobs des aktuellen Tages angezeigt, unterteilt nach Anwendung, System oder Hostserver und mit Angabe des jeweiligen Status: läuft (grün), abgeschlossen (blau), fehlgeschlagen (rot) oder wartend (gelb). Darüber hinaus werden alle gemeldeten und noch ausstehenden Probleme und Warnungen aufgeführt.

Von der Startseite aus können Sie verschiedene Arten von Informationen zu jedem Job in der Umgebung anzeigen, etwa den Grund für das Fehlschlagen; das Ereignis, auf das der Job wartet; den tatsächlichen oder voraussichtlichen Zeitpunkt des Jobabschlusses usw. So können Sie beispielsweise alle mit einer bestimmten Anwendung verbundenen Jobs anzeigen, um deren Fortschritt zu prüfen:

In diesem Überwachungsscreenshot werden die Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Aufgaben innerhalb der ausgewählten Anwendung und der Fortschritt jeder Aufgabe angezeigt. Auf jeder Stufe können Sie weitere Tracking-Details zur jeweiligen Aufgabe anzeigen:

Wie oben gezeigt, sind detaillierte Informationen zu verbrauchten CPU-Sekunden sowie zu verarbeiteten Datensatz- und Datenmengen für jede Komponente innerhalb einer bestimmten Ausführung eines Ab Initio-Jobs verfügbar. Alternativ können Sie untersuchen, wie sich die Leistung eines Jobs im Zeitablauf entwickelt hat, und zu Planungszwecken eine Trendlinie anzeigen:

Die Operational Console sammelt zu jeder Aufgabe eine Reihe von statistischen Daten, von der Fähigkeit zur Einhaltung der vereinbarten SLAs bis zu der von den Benutzern und vom System genutzten CPU-Zeit.

Mehr noch: Dank der enormen Leistungsfähigkeit der Data Manipulation Language (Datenmanipulationssprache, DML) von Ab Initio kann das Betriebsteam zu Warnmeldungs- und Trackingzwecken auch eigene Betriebsmessgrößen – sogenannte „benutzerdefinierte Kennzahlen“ – definieren. Diese Tests können hinzugefügt werden, ohne die Anwendung zu ändern, zu unterbrechen oder ihre Ausführung zu beeinträchtigen. Die Kennzahlen können mit einer beliebigen Kombination von Tracking-Informationen für beliebige Datenflüsse oder Komponenten innerhalb eines Graphen berechnet werden. Somit lassen sich auf einfache Weise benutzerdefinierte Kennzahlen hinzufügen, um Berichte und Warnmeldungen zur Anzahl der von einer bestimmten Komponente verarbeiteten Datensätze, zu der von dieser Komponente verbrauchten CPU-Zeit sowie zur Latenzzeit der verarbeiteten Echtzeit-Messages auszugeben.

Alle Überwachungsfunktionen der Operational Console sind für Ab Initio-Jobs verfügbar, und zwar unabhängig davon, ob sie von der Operational Console oder von einem Planer eines Drittanbieters initiiert wurden.

Für Kunden, die keinen Zugriff auf einen Unternehmensplaner haben, bietet die Operational Console auch umfassende Planungsfunktionen (basierend auf Tag/Uhrzeit, Ereignissen und Dateien). Auf diese Weise wird eine komplette Planung anspruchsvoller Anwendungen ermöglicht, ohne dass herkömmliche Skripte geschrieben oder verwaltet werden müssen. Der folgende Screenshot zeigt die gleiche Anwendung wie oben, dieses Mal jedoch mit allen zeit- und ereignisbasierten Abhängigkeiten für die erweiterten Aufgaben:

Da Abhängigkeiten zwischen Aufgaben in großen Anwendungen extrem komplex werden können, bietet Conduct>It auch eine vollständig grafische Umgebung, in der Entwickler erweiterte Jobsteuerungsflüsse definieren können.

Mit einem Steuerungsfluss kann detaillierte Logik zur Ausführungsreihenfolge ausgedrückt werden. Dabei kommt eine als Plan bezeichnete Sammlung miteinander verbundener Aufgaben zum Einsatz. In diesem Plan wird beschrieben, was ausgeführt werden soll, wobei die Verbindung zwischen den einzelnen Aufgaben eine Ausführungsabhängigkeit angibt (z. B. führe erst diese Aufgabe und dann die andere Aufgabe aus):

Der oben dargestellte Plan gibt an, dass Aufgabe 2 (Task 2 ) erst ausgeführt werden kann, nachdem Aufgabe 1 (Task 1) abgeschlossen wurde. Darüber hinaus wird angegeben, dass danach eine Bedingung ausgewertet werden soll („Should the intra day process run?“ [Soll der Innertagesprozess ausgeführt werden?]). Ist dies nicht der Fall, wird die Tagesende-Position für jede Niederlassung durch Iteration des hervorgehobenen „Teilplans“ berechnet. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, ist ein Teilplan selbst eine Sammlung von Aufgaben und Abhängigkeiten.

Benutzerdefinierte Aufgaben können auch ausgelöst werden, wenn andere Aufgaben fehlschlagen. Im oben gezeigten Plan ist dies bei der Aufgabe „Error Actions“ (Fehleraktionen) der Fall, die ausgeführt wird, wenn Aufgabe 2 aus irgendeinem Grund fehlschlägt. Auf ähnliche Weise können jeder Aufgabe „Methoden“ zugeordnet werden, die bei bestimmten Ereignissen ausgeführt werden, beispielsweise „At Start“ (Beim Start), „At Success“ (Bei Erfolg), „At Shutdown“ (Beim Herunterfahren), „At Failure“ (Bei Fehlschlag) oder „At Trigger“ (Bei Auslösung). So können dem gesamten Prozess mühelos Berichts- und Protokollfunktionen hinzugefügt werden.

Durch die in Conduct>It verfügbaren Pläne wird ein Entwicklungs-Framework bereitgestellt, mit dem eine komplexe Anwendung in überschaubare Arbeitseinheiten heruntergebrochen werden kann, die ein einziges, gut wiederherstellbares System bilden. Diese Pläne können dann mit der Operational Console zeitlich angesetzt, überwacht und verwaltet werden. Das Ergebnis ist eine hoch entwickelte, durchgehende Betriebsumgebung.

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