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Schneller Wandel
Ein großer Konsumgüterkonzern erneuert seine Auslieferungslogistik.

Ein sehr großer Konsumgüterkonzern hatte ein branchentypisches Problem, das die Integration seiner verschiedenen Produktlinien erschwerte. Obwohl der Geschäftsablauf bei allen Produktlinien ähnlich ist, sind die einzelnen Linien nicht gemeinsam gewachsen, sondern als getrennte Einheiten in separaten Unternehmensbereichen mit jeweils eigener, unabhängiger Infrastruktur entwickelt worden. Jeder Unternehmensbereich holt die jeweils benötigten Lebensmittelrohstoffe ab und schafft sie zu den Fabriken, in denen sie verarbeitet und verpackt werden. Die fertigen Lebensmittel werden dann zu den Lagern und Vertriebszentren transportiert, bevor sie schließlich an die Läden ausgeliefert werden. Leider hatte jeder Unternehmensbereich sein eigenes Transportnetzwerk, sodass die Lastwagen oft dieselben Orte anfuhren und es immer wieder zu Leerfahrten kam, die hätten vermieden werden können. Da der Konzern eine der größten Lkw-Flotten der Welt betreibt, verursachte dieses ineffiziente Transportsystem erhebliche Kosten.

ERSTE ÜBERLEGUNGEN

Zunächst erwog der Konzern, eine völlig neue Anwendung mit JAVA zu erstellen. Aber bei den Entwurfsarbeiten wurde schnell deutlich, dass dies aufgrund der hohen Komplexität zu einem sehr großen und zeitaufwendigen Projekt mit großen Risiken führen würde. Jeder Tag ohne Lösung war für den Konzern mit messbaren Kosten verbunden, aber die Kosten eines Systemausfalls wären noch höher gewesen. Wenn die vom Handel bestellten Produkte nicht in ausreichender Menge an die Läden geliefert würden, ginge der Umsatz natürlich stark zurück. Also wandte der Konzern sich an Ab Initio, um dieses Problem zu lösen.

Es gab viele Anforderungen an die neue Anwendung. Sie musste vollständig in jeden Geschäftsbereich des großen Konzerns integriert werden. Sie musste an die Bestellsysteme jedes Geschäftsbereichs angebunden werden. Sie musste verschiedene Details zu den Lastwagen, Fabriken, Lagern, Vertriebszentren und Filialen interpretieren und verarbeiten. Sie musste bestimmte Aspekte der Waren „verstehen“, die für den Transport relevant sind. Sie musste es unabhängigen Spediteuren ermöglichen, Gebote zu geplanten Lieferungen abzugeben. Sie musste mit allen Orten verbunden sein, an denen Waren mit Lastwagen abgeholt werden, sodass Frachtbriefe und Anweisungen zur Beladung der einzelnen Lastwagen generiert werden können. Sie musste Informationen an eine moderne Optimierungs-Engine eines Drittanbieters übergeben und den resultierenden optimierten Plan an alle relevanten Teile des globalen Konzerns kommunizieren. Mit anderen Worten: Die Anwendung sollte als Dreh- und Angelpunkt für alle Lieferaktivitäten dienen. Und weil das Geschäft rund um die Uhr läuft, musste auch das Verarbeitungssystem rund um die Uhr in Echtzeit laufen.

SCHNELLE ENTWICKLUNG UND EINE NEUE LÖSUNG

Man sollte meinen, dass die Erstellung einer solchen Anwendung für eines der größten Unternehmen der Welt einen großen Aufwand und ein großes Team erfordert. Aber bei Ab Initio ist das selbst bei großen Anwendungen nicht der Fall. Ein einziger Ab Initio-Berater unterstützte ein kleines Team von Anwendungsentwicklern des Kunden, die im Rahmen dieses Projekts erstmals mit Ab Initio-Software arbeiteten, beim Entwerfen der Architektur, bei der Anwendungsimplementierung und bei der Fortbildung.

Auch bei der Anbindung des beim Kunden eingesetzten Unternehmens-Message-Bus (in diesem Fall durch ein herkömmliches Messaging-Produkt unterstützt) übertraf Ab Initio die Erwartungen bei Weitem. Der Standardansatz besteht darin, eine Anwendung in viele kleine Programme zu zerlegen, die jeweils Messages aus dem Bus lesen und in den Bus schreiben. Alle diese kleinen Programme müssen einheitlich zusammenarbeiten, da sich sonst ein Systemausfall auf die Gesamtanwendung auswirken würde. Da die Systemarchitekten und Entwickler für die Robustheit der Anwendung verantwortlich sind, führen sie oft umfangreiche zusätzliche Codierungs- und Testaktivitäten durch. Und wenn das Team eine mögliche Schwachstelle übersieht, was nicht selten vorkommt, können Systemausfälle zu großen Folgeschäden führen.

Die Ab Initio-Architektur jedoch bietet Robustheitsmerkmale, mit denen alle Arten von Ausfällen bewältigt werden können. Daher wurde die Anwendung auf eine kleine Anzahl von „Graphen“, d. h. grafischen Darstellungen der Geschäftsprozesse und Logik, reduziert. Alle Prozesse und die gesamte Logik wurden vollständig in Ab Initio-Software erstellt, also ohne herkömmliche Codierung. Da die Robustheit schon in die zugrunde liegende Technologie eingebaut ist, ist auch das System von Natur aus robust.

Das gesamte Projekt wurde in weniger als einem Jahr abgeschlossen. Und der Kunde war angenehm überrascht, als er feststellte, dass das System in der Produktion auf Anhieb funktionierte. Üblicherweise gibt es nach der Einführung neuer Systeme erst einmal eine Reihe von „Kinderkrankheiten“, die es zu überwinden gilt. Da die Anwendung mit Ab Initio-Software jedoch erheblich vereinfacht wurde und die Fehlerbehandlung bereits in die zugrunde liegende Technologie integriert ist, erübrigten sich die sonst üblichen Probleme von ganz allein.

AUSBLICK

Dieser große Konsumgüterkonzern hat das neue Transportoptimierungssystem in allen Geschäftsbereichen bereitgestellt und bereits einige zehn Millionen Dollar eingespart. Der für das Projekt verantwortliche Manager wurde inzwischen zum Senior Vice President befördert. Während seine Kollegen in IT-Vorstands-Status-Meetings von immer neuen Problemen mit ihren Systemen berichten, kann er sein nächstes Projekt ankündigen, bei dem natürlich wieder Ab Initio-Software zum Einsatz kommen wird.

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